Ich war im Künstlerbedarfparadies…

… und kam mit einer großen Papiertüte und jede Menge Leinwänden wieder heraus ;-) Eigentlich sollte ich ja froh darüber sein, dass der nächste Boesner eine gute Stunde Autobahnfahrt entfernt ist. So werde ich wenigstens davor bewahrt, jeden Monat Zerstörung auf meinem Bankkonto anzurichten. Unsere Boesner Trips beschränken sich somit auf ein bis zwei Großeinkäufe im Jahr… und letztes Wochenende, nach Tagen der Vorfreude, war es wieder so weit.
boesner-shopping-01
Ich liebe Pinsel. Ich könnte stundenlang vor diesen Teilen stehen, sie ansehen, berühren und vergleichen. Leider sind die tollsten immer die teuersten, also war ich positiv überrascht, wie gut die Qualität der Eigenmarke von Boesner war und dazu preislich auch noch vertretbar. Also habe ich mich mit einigen sehr großen und ein paar kleineren Pinseln für das Malen mit Acrylfarbe eingedeckt. Jetzt bin ich erst mal versorgt und ich kann das nächste Mal einen großen Bogen um die Pinselabteilung machen… glaube ich zumindest ;-)
boesner-shopping-03
boesner-shopping-02
Farbentechnisch habe ich mich dieses Mal nur mit zwei Effektfarben asugestattet, denn Farben habe ich wirklich mehr als genug. Zwar hatte ich schon Gold und Silber, aber die gefielen mir von der Konsistenz her nie, fand sie einfach zu dünn und transparent. Ich entdeckte diese “Heavy Body” Farben von Schmincke, die sehr deckend sind und in der Konsistenz her eher gelig. Auf der Mustertafel kam das Gold und Silber dem sehr nahe, das ich mir gewünscht habe, also durften sich diese beiden auch in den Einkaufswagen gesellen.
boesner-shopping-06
boesner-shopping-04
Spachtel kann man für das Auftragen von Farbe oder Modeliermassen immer gut gebrauchen und diese sind schön stabil und waren noch dazu (überraschenderweise) sehr günstig. Also habe ich sie mir in drei verschiedenen Größen mitgenommen.
boesner-shopping-05
Ein paar weitere Kleinigkeiten sind so nebenbei noch in den Einkaufswagen gewandert: ein großer Spachtel, mit dem man verschiedene Strukturen erzeugen kann. Schwämme in runder Form sowie ein fester, runder “Tupfen”-Pinsel. Außerdem ein Sieb, mit dem man mit verdünnter Farbe Farbflecken erzeugen kann… so, wie man das in der Schule ganz früher mit dem Wasserfarbkasten gemacht hat ;-)
boesner-shopping-07
Mir gefiel außerdem diese Holzbox zur Aufbewarung von Pinseln super. Könnte mit meinen ganzen Pinseln wohl nun doch ein wenig eng werden, beim nächsten Mal werde ich mir noch eine zweite Box mitnehmen. Außerdem nam ich noch ein kleines Eimerchen Spachtelmasse mit. Das Set mit den extra fetten Pitt Stiften von Faber Castell war außerdem im Angebot für den halben Preis, das musste dann natürlich auch noch mit. Einige sehr große Leinwände kamen auch noch mit, die haben aber wirklich auf kein Bild gepasst. Sich mit Leinwänden auszudecken, ist beim Boesner Besuch auf jeden Fall Pflicht, denn nirgendswo sonst gibt es sie in so vielen verschiedenen Größen und Strukturen. Man kann sogar Material kaufen, um seine eigenen Leinwände herzustellen… ach ja <3
boesner-shopping-08
Jetzt muss ich ganz schnell meine Malsachen zusammenpacken, denn es heute wird es wieder Zeit für unser Malwochenende. Ich bin schon gespannt was dieses Mal dabei herauskommen wird… einen richtigen Plan habe ich ja noch nicht. Aber das Ergebnis werde ich euch zeigen.

Übrigens habe ich das Lovenotes Design mal wieder geändert… an dem letzten habe ich so lange gearbeitet, dass ich es schon nicht mehr sehen konnte. Das neue finde ich doch um einiges lockerer und frischer und ich habe mich auch einmal um einen neuen, handgemachten Logoschriftzug gekümmert. Ich hoffe, euch gefällt’s!

Super einfache, handgemachte Schicht-Seife

Ich habe auf meinem Schreibtisch so einen Ordner, in dem ich alle möglichen Bilder abspeichere, die mich inspirieren oder Dinge zeigen, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Wenn ich den nach ein paar Wochen dann mal durchklicke, finde ich in meiner Wunderkiste immer wieder To-Do’s, die ich ganz vergessen hatte… oder ich stelle fest, dass ich etwas wirklich unbedingt ausprobieren wollte, weil ich es in hundert verschiedenen Varianten abgespeichert habe – zum Beispiel selbstgemachte Seife.
diy-layered-soap-01
Ich habe ja viel über die Herstellung gelesen, dann aber schnell eingesehen, dass man für die Herstellung einer Seife von Grund auf doch einiges an Ausrüstung braucht und man dann auch lieber wissen sollte, was man da so treibt… vielleicht wollen mir meine Chemiker-Freundinnen dabei ja mal helfen? ;-) Wie auch immer, im idee stieß ich dann auf die grandiose Erfindung von Rohseife. Die gibt es in Blöcken zu kaufen, entweder in opak oder transparent. Sie ist geruchsneutral und man kann sie einfach schmelzen und nach Geschmack mit Farben, Ölen, Kräutern usw. vermengen, in Formen gießen und trocknen lassen. Das erleichtert die Arbeit doch um einiges und ich finde, schön verpackt machen sich die selbstgemachten Seifen als Geschenkidee (auch im Hinblick auf das leidige Thema Weihnachten) mal wieder sehr gut. Es gibt doch nichts schöneres, als handgemachte Geschenkchen, oder?
diy-layered-soap-03
Für meine Schichtenseife habe ich zwei Blöcke der Rohseife zu 500g gekauft – einmal in opak und einmal transparent. Dazu habe ich rote und gelbe Seifenfarbe gekauft, eine kleine Flasche Mandelöl hatte ich noch zur Hand. Im Sommer hatte ich mir außerdem einmal eine Zitronen-Minze-Pflanze gekauft und wusste seither nicht so recht, was ich damit anfangen könnte. Also habe ich ein paar Blätter abgezupft und einige Tage trocknen lassen… eine Zitrone fand ich dann auch noch in meinem Obstkorb, der Abrieb der Schale machte sich meiner Meinung nach auch noch sehr gut für die Seifenzutaten. Grundsätzlich kann für das Verfeinern der Seife alles mögliche an Parfum- oder Pflegeölen, getrockneten Kräutern oder Früchten hernehmen. Wem es nur um das Gestalten einer Seife geht, kann sicher auch einfach ein paar Seifen aus der Drogerie holen, die sollten sich genauso einfach schmelzen und umformen lassen. Ich habe gelesen, dass man statt der Seifenfarbe auch einfach Lebensmittelfarbe verwenden kann, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.
diy-layered-soap-02
Zuerst habe ich alles an Zutaten vorbereitet und dann die Hälfte der weißen Rohseife in der Mikrowelle für einige Sekunden schmelzen lassen. Als Form habe ich eine kleine Backkastenform hergenommen und mit Backpapier ausgelegt. Das ist sehr wichtig, da die Seife sonst an der Form kleben bleibt. Als die Seife geschmolzen war, habe ich sie mit ein paar Tropfen Mandelöl sowie ein paar Tropfen roter Seifenfarbe vermengt – so entstand die rosane Schicht. Die habe ich dann für eine halbe Stunde trocknen lassen bzw. so lange, bis die Oberfläche erhärtet war. Als nächstes habe ich die komplette transparente Seife geschmolzen, mit dem Zitronenschalenabrieb und etwas gelber Seifenfarbe vermengt und auf die erste Schicht geschüttet. Die gelbe Schicht trocknete dann wieder eine gute halbe Stunde und es wurde der letzte, weiße Seifenrest geschmolzen. Hier habe ich wieder etwas Mandelöl hineinvermengt und als letzte Schicht mit in meine Form gegossen. Zum Abschluss habe ich die zerbröselten, getrockneten Zitronen-Minze-Blätter darüber gegeben.

Die Seife sollte für einige Stunde gut durchtrocknen. Aus der Form genommen kann man sie dann mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden… ich habe insgesamt 12 Stücke erhalten. Die habe ich dann in Zellophanfolie einwickelt und mit einem auf Naturpapier ausgedrucktem Label beklebt… fertig war die Seife mit Zitronenschale, Zitronenminze und Mandelöl.

Ich bin mit meinem ersten Seifenergebnis auf jeden Fall richtig zufrieden und sie riecht wirklich schön fruchtig zitronig. Durch das Öl werden die Hände gleich beim Waschen gepfelgt und fühlen sich danach richtig schön weich an. Und findet ihr nicht auch, dass sie wie ein Stück Kuchen oder etwas zum Naschen aussieht? ;-)

Zeit zum Malen nehmen

Letzte Woche beendeten J. und ich unsere Shoppingtour im idee. Creativmarkt. Zum Glück war zum dem Zeitpunkt schon das Budget verprasst, sonst hätte das dort noch Böse geendet ;-) Als ich noch in München wohnte, war ich dort im idee öfter mal zu Besuch, aber wenn man dann wieder in der Heimat wohnt, wo es keine anständigen Kunst- oder Bastelläden gibt, weiß man solch ein Kreativparadies gleich viel mehr zu schätzen. Irgendwie landeten wir dann in der Buchabteilung und stöberten durch die vielen Bücher zum Thema abstrakter Malerei… schnell stellten wir fest, was man alles für tolle Sachen malen könnte, aber man sich alleine irgendwie nie so richtig motivieren könne… lange Rede, kurzer Sinn: wir zückten unsere Terminkalender und verabredeten uns für dieses Wochenende zu unserem “Wir malen zusammen, dann machen wir endlich mal wieder was”-Wochenende.
10_next-chapter
J. brachte ihr komplette Mal-Ausrüstung mit und ich sammelte alles zusammen, was ich so in meinen Schubladen bunkerte. Ist schon mal interessant zu sehen, was man tatsächlich alles so besitzt und so selten verwendet. Und auch noch so selten, dass man sich an manches gar nicht mehr erinnern kann und warum auch immer doppelt besitzt? Wie auch immer, nachdem unser Equipment also in voller Pracht vor uns lag, entschieden wir uns für unsere Motive. Das heißt, J. entschied sich für ein Motiv und ich malte einfach drauf los, da ich nach Plan nicht malen kann. Immerhin habe ich aber meinen Vorsatz, mich mal mehr auf Schwarz einzulassen gehalten, denn Schwarz verwende ich nie.
09_next-chapter
Von meiner Schwägerin, die Kunst studiert, habe ich den tollen Ratschlag, statt einer Malpalette eine Glasplatte zum Farben mischen zu verwenden. Damit kann man die angetrockneten Farben leichter wieder mit Wasser verflüssigen und wenn man eine komplett saubere Palette braucht, einfach mit einem Schaber die trockenen Farbreste abkratzen. Ich habe meine Glasplatte von einem alten kaputten Bilderrahmen genommen. Die Kanten sollte man aber vorsichtshalber mit einem Kreppband einkleben, damit man sich nicht schneiden kann. Wie man sieht, habe ich das aber immernoch nicht gemacht ;-)
08_next-chapter
Während J. erst mal ihre Leinwände mit Sand-Strukturpaste grundierte, trug ich meine ersten Farbschichten auf. Ich hielt mich erst einmal an Gelb-, Orange- und Rottöne, die ich sehr nass auftrug, um einen leichten Wasserfarbeneffekt zu erzielen. Meinen Keilrahmen habe ich auf der Staffelei währenddessen mehrmals gedreht, so liefen die Farben in verschiedene Richtungen ineinander.
11_next-chapter
Nachdem die erste Schicht gut getrocknet war, habe ich ein paar Türkise und grüne Flächen aufgtragen. Auch Pink war dabei… die Farben habe ich zuerst auch sehr nass und nach dem Trocknen etwas intensiver aufgetragen. Die fertigen Farbschichten waren dann erst einmal sehr pastellig, aber es sollte dann mit dem Schwarz weitergehen, um die Farben so richtig zum Knallen zu bringen.
06_next-chapter
04_next-chapter
J. übermalte die Sand-Grundierung dann mit einer schwarzen sowie türkisen Ebene. Da habe ich mir dann gewünscht, dass ich doch auch etwas mit Strukurpaste gemacht hätte, da mir der Effekt so gut gefiel. Aber gut, Strukturpaste steht für unser nächstes Mal-Date schon an obester Stelle ;-) Während ich nur mit Pinseln arbeitete, trug J. ihre Farben hauptsächlich mit dem Spachtel auf. Nur für die Details verwendete sie auch Pinsel.
07_next-chapter
Als ich mit meinen Farbschichten zufrieden war, hat es mich doch einiges an Überwindung gekostet, die schwarzen Flächen aufzutragen. Aber je mehr ich damit weitermalte, desto glücklicher war ich darüber, da das die zunächst pastelligen Farben wirklich zum Strahlen brachte. Wie ein Puzzel habe ich immer mehr schwarze Fläche ausgemalt und miteinander verbunden. J. war in der Zwischenzeit mit ihrem Kunstwerk schon fertig, so konnten wir diskutieren, welche Flächen bei meinen Bild bunt bleiben und welche Schwarz werden sollten.
03_next-chapter
02_next-chapter
01_next-chapter
Nach einiger Zeit war auch ich dann mit meinem Werk fertig und unser Mal-Wochenende kam zu einem erfolgreichen Abschluss. Wir haben uns gleich einen neuen Termin für unser nächstes Date festgehalten und beschlossen, dies in Zukunft einmal im Monat einzuhalten. Ich bin schon gespannt, was dabei noch alles zustande kommen wird. Mit unseren ersten Ergebnissen bin zumindest sehr zufrieden.

Hier noch eine Gesamtaufnahme meines Bildes:
next-chapter
The Next Chapter – Acryl auf Leinwand, 60x60cm

Altglas, Tafelfarbe und Washi-Tape – Aus alt mach neu

Ich bin ja so jemand, der weder leere Glaskonserven oder noch aufgebrauchte Essig- oder Ölflaschen wegwerfen kann. Denn irgendwann mache ich bestimmt mal wieder was Selbstgemachtes, dass ich in diesen Gläsern einmachen kann, denke ich mir immer. Aussehen tut das Altglas mit den Herstelleretiketten ja nicht besonders, deshalb habe ich mich nun einmal an meine Altglassammlung gemacht und sie geschenketauglich aufgehübscht. Weihnachten steht ja (auch wenn ich es im Moment trotz der Lebkuchenberge in den Supermärkten noch verdränge) so langsam doch vor der Tür und da werden meine neuen “alten” Gläser für das eine oder andere DIY-Geschenk schon bald Einsatz finden (müssen).
glaskonserven-recycle-000
Für dieses Aus-alt-mach-neu-Projekt kamen meine Washitapes und auch mein Tafellack zum Einsatz. Der Tafellack kann man nämlich direkt auf das Glas auftragen, so bekommt man ein Etikett, das man immer wieder neu beschriften kann. Das ist nicht nur praktisch sondern sieht auch noch toll aus. Zur Gewürzaufbewarung in einem offenen Regal kann ich mir die Gläser zumindest super vorstellen… dafür muss ich aber noch ein paar der kleineren Größen sammeln ;-)
glaskonserven-recycle-00
Die größeren Gläser eignen sich auch wunderbar zur Aufbewarung von allem möglichen Krimskrams, der sich zum Beispiel auf dem Schreib- oder Basteltisch so ansammelt. Radiergummis, Büroklammern, Spitzer… hab ich Batterien schon erwähnt? Meine Washitapes haben nun auch ein neues Zuhause gefunden und durch das Glas kann ich auch immer gleich die Farben und Muster sehen, die sich darin befinden.
glaskonserven-recycle-01
Zuerst habe ich die Gläser von den Herstelleretiketten befreit. Teilweise ist der Kleber sehr hartnäckig und es geht gar nicht so einfach, den Kleber ohne Rückstände zu lösen. Meine Methode bestand deshalb darin, die Gläser in einem Waschbecken mit heißem Wasser und großzügiger Menge Spülmittel einzuweichen. Auch die Deckel, die beklebt waren, habe ich mit baden lassen. Nach einem guten Tag konnten die Etiketten dann ganz einfach abgezogen werden und die Kleberrückstände mit einem Küchenschwamm abgeschrubbt werden. Die richtig hartnäckigen Kandidaten habe ich dann mit etwas Nagellackentferner lösen können.
glaskonserven-recycle-02
glaskonserven-recycle-03
Als nächstes durften die trockenenen und sauberen Gläser mit dem Tafellack bemalt werden. Um ein möglichst gerades Etikett aufzutragen, habe ich die Form mit einem Washitape vorgeklebt. Das habe ich ganz frei Schnauze bei allen Gläsern gemacht, so sind manche Etiketten etwas quadratischer, kleiner oder größer als andere. Das Tape vor dem Bemalen noch einmal gut andrücken, so dass die Farbe an den Kanten nicht auslaufen kann. Die Farbe habe ich dann mit einem Borstenpinsel sehr größzügig auf der Fläche aufgetragen und danach gleich das Washitape abgelöst. Kleckser habe ich mit einem Wattepad entfernt.
glaskonserven-recycle-04
Die Farbe muss nun für einige Stunden gut durchtrocknen. Ich habe die Gläser über Nacht stehen lassen und am Morgen konnten gleich ein paar Testläufe mit der Beschriftung gestartet werden. Das Abwischen der Kreide funktioniert wirklick super und hinterlässt auch keine Rückstände, wie es mir z.B. bei diesen Tafelfolien passiert ist.
glaskonserven-recycle-05
Weiter ging es dann mit der Beklebung der Deckel. Ich habe mich für die neutralen, schwarzen Tapes entschieden. Bei den Tapes sollte man eher die wählen, die möglichst opak sind, so dass die Bedruckung des Deckels nicht allzu stark durchscheint. Die Tapes habe ich einfach in Bahnen auf den Deckel geklebt und an den Kanten zur Deckelinnenseite hin umgeklappt und festgeklebt… aufgesetzt, zugeschraubt und… schon fertig, yay.
glaskonserven-recycle-06

Seite 3 von 2412345...1020...Letzte »