Sewing 5 Kommentare

Das Quilt Projekt {p.03}

Die Oberseite des Quilts ist fertig, yay :-) Dafür, dass ich seit Anfang August daran arbeite, bin ich doch ganz zufrieden, wie schnell die Oberseite nun doch fertig geworden ist. Die meiste Zeit habe ich an den Wochenenden daran weitergearbeitet, manchmal auch am Abend nach der Arbeit ein oder zwei Stunden. Was das Nähen angeht, habe ich mit diesem Projekt schon so einiges dazugelernt und weiß schon, was ich das nächste Mal unbedingt anders machen sollte. Gedanklich bin ich nämlich schon wieder bei meinem nächsten Quilt… typisch für mich, ich muss mich immer zusammenreißen, das eine erst mal fertig zu machen bevor ich mit dem nächsten beginne…
03_01_Chevron-Quilt
Nachdem die Teile alle ausgeschnitten waren, musste man sie in der selben Reihenfolge zu je sechs Stapel aufteilen. Die galt es dann zusammenzunähen, so dass am Ende sechs Bahnen der aneinander genähten Teile entstanden. Wenn man diese aneinander legte, ergaben die bereits das Chevron Muster… eben nur in sehr breiter Ausführung. Es kam dann der nächste Schritt, den ich an der ganzen Sache bisher am wenigsten mochte: Bügeln. Die sechs Bahnen sollten nun jeweils geteilt werden, so dass man letztendlich 12 schmalere Bahnen hat. Damit man nicht schief schneidet, muss der Stoff glatt sein und gerade liegen, daher mussten bei den sechs Bahnen alle Nahtzugaben auseinandergebügelt werden… uah. Damit war ich einen ganzen Sonntag Nachmittag beschäftigt.
03_02_Chevron-Quilt
Danach ging es dann ans Teilen der Bahnen. Bei der ersten Bahn ist das erst mal richtig schief gelaufen, daher wird der Quilt jetzt nicht mehr ganz so breit… ;-) Zum Glück ist mir das aber gleich bei der ersten Bahn passiert, so dass ich beim Schneiden der restlichen dann alles richtig gemacht habe. Wieder etwas gelernt.
03_03_Chevron-Quilt
Als Nächstes durften die Teile dann endlich miteinander vernäht werden. Zwischen jeder Bahn musste noch ein weißer Streifen genäht werden… trotzdem hat das einige Zeit beansprucht, denn es war gar nicht so einfach, dass Zick-Zack-Muster gleichmäßig hinzubekommen. Spätestens ab dem Punkt wusste ich dann, warum in der Anleitung mehrmals erwähnt wird, dass genaues Nähen und Schneiden das A und O für das Muster wären.
03_04_Chevron-Quilt
Manchmal habe ich wohl doch nicht die exakt gleiche Nahtzugabe genäht, wie an anderen Stellen, daher war ich erst mal leicht enttäuscht, dass beim ersten Zusammennähen das Muster nicht exakt aufeinander passte. Also, alles wieder aufgetrennt… beim zweiten Zusammennähen habe ich es dann aber so gemacht, dass zumindest in der Mitte das Muster sehr exakt ist, da man es da am meisten bemerkt. Nach oben und unten hin ist das Muster nicht ganz so perfekt, teilweise etwas verschoben, aber da die Oberseite schließlich eh einmal umschlagen wird und die Unterseite sowieso über dem Bett hängt, kann ich damit leben. Und beim nächsten Mal weiß ich es dann besser ;-)
03_05_Chevron-Quilt
Das gute Stück durfte an Ende noch einmal gut durchgebügelt werden und es wird nun schön zusammengefaltet erst mal in Ruhe gelassen… jetzt heißt es, die Rückseite der Decke zu nähen. Die wird aber ganz einfach, wahrscheinlich nur eine durchgehende mittelgraue Fläche… Vielleicht bringe ich hier und da noch etwas von den Resten des Chevron Musters ein, die beim Schneiden übrig geblieben ist. Mal sehen… Und wenn das erledigt ist, kommt der wohl aufwendigste Teil, nämlich das Versteppen mit dem Vlies. Hier gehe ich im Moment nämlich noch davon aus, dass ich das mit Hand machen muss, da das Vlies relativ dick ist. Aber vielleicht liege ich falsch und es schafft die Nähmaschine doch, wir werden sehen…
03_06_Chevron-Quilt
Auf meinem Instagram halte ich die Fortschritte auch fest. Einige Schnappschüsse seht ihr oben… mein Instagramprofil findet ihr hier.

Zwischenstand

Fortschritt_ Schritt 4/7 erledigt
Zeitlicher Aufwand_ 15 Arbeitsstunden

Yummy 15 Kommentare

Super saftiges Vollkornbrot ohne Kneten

Schon öfter habe ich mich am Brotbacken versucht, was immer mal mehr oder mal weniger gelang. Ich hasse nämlich nichts mehr, als Teig zu kneten *uahhh*. Daher kam mir dieses Rezept bei Chefkoch gerade recht, versprach es doch ein superschnelles Brot und das auch noch Kneten. Und was soll ich sagen, dieses Brot backe ich mir nun seit Wochen jeden Sonntag frisch und daher möchte ich es euch auf keinen Fall vorenthalten.
02_vollkornbrot
Die Zutatenliste ist überschaubar, ich weiß sie inzwischen auch schon auswendig. Ich lege das Brot immer in meine Brotschale, die man verschließen kann und es hält sich so wunderbar bis zum nächsten Wochenende, wird nicht trocken und schmeckt noch immer frisch. Mit dem Mehl und auch den Körnern kann man nach Belieben variieren, so habe ich schon alles von Vollkorn-Weizenmehl zu Roggenmehl, von Walnüssen, Sonnenblumenkernen oder Kürbiskernen durchprobiert. Alle Brote haben wunderbar funktioniert, alle waren superlecker. Meine liebste Variante ist die mit Dinkel-Vollkornmehl und setzt sich wie folgt zusammen:

Du brauchst:

– 500g Dinkel-Vollkornmehl
– 500ml lauwarmes Wasser
– 1 Tütchen Trockenhefe
– 150g Körnermix
– 2 TL Salz
– 2 EL Essig, z.B. Balsamico

So geht’s:

01_ Eine Kastenform mit Backpapier auslegen.
02_ Zu dem lauwarmen Wasser die Trockenhefe geben und ca. 5 Minuten gehen lassen.
03_ Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen.
04_ Den Essig zu der Hefe-Wasserlösung geben und kurz verrühren. Zu den trockenen Zutaten schütten.
05_ Mit einem Handrührgerät mit Knethaken die Zutaten verühren, bis ein recht flüssiger, klebriger Teig entsteht.
06_ Den Teig in die Kastenform geben und bei ca. 200 Grad Umluft ca. 60 Minuten im Backofen backen (Stäbchenprobe). Der Backofen muss nicht vorgeheizt werden.
07_ Danach das Brot aus der Form nehmen und ca. 20-30 Minuten auskühlen lassen.

01_vollkornbrot
Der Brotteig ist im noch ungebackenen Zustand sehr flüssig und am Anfang war ich doch skeptisch, ob das wirklich so klappt wie beschrieben. Nach gut 30 Minuten in der Röhre geht der Teig dann aber richtig schön auf und die ganze Küche riecht nach frischem Brot… mhhhhhhhhh. Die simpelsten Dinge sind doch irgendwie immer die besten!

Sewing 0 Kommentare

Das Quilt Projekt {p.02}

Im ersten Teil dieser Serie habe ich ja von dem Quilt im Chevron-Muster erzählt, an dem ich im Moment arbeite. Zu meinen ausgewählten Stoffen, dem Schnittmuster und meinem Zubehör gibt es im ersten Post alle Infos.
02_01_Chevron-Quilt
Als allererstes mussten die Stoffe zu den benötigten Teilen für das Chevron-Muster zugeschnitten werden. Insgesamt benötigt man für den Quilt in Queenbed-Größe 240 zugeschnitte Stücke. Die Zuschnitte sehen so aus, dass die Stoffe zu Streifen geschnitten werden müssen. Am Anfang und Ende dieser Stoffstreifen legt man dann das Lineal entsprechend an und schneidet noch jeweils einen 45 Grad Winkel ein.
02_02_Chevron-Quilt
Schon hierfür hat sich die Anschaffung des Rollschneiders und Omnigrid-Lineals gelohnt, hätte ich das mit einer normalen Schere und einer selbstangefertigten Schablone machen müssen, hätte ich bestimmt die doppelte Zeit gebraucht. Zumal man mit einer Schere auch viel schwerer genauso akkurat gerade schneiden kann, da der Stoff leichter verrutscht. Das Zuschneiden war trotzdem einiges an Arbeit, aber nach guten drei Stunden waren alle Teile für das Chevron Muster fertig. Dass ich vor dem Schneiden die Anleitung zur Sicherheit noch 10 Mal studiert habe, damit ich auch ja alles richtig mache und am Ende nicht mit falschen Stoffteilen im Wert von rund 100 Euro dasitze, ist da jetzt nicht mit eingerechnet… ;-)
02_03_Chevron-Quilt
Dass die Klinge des Rollschneiders mit der Zeit etwas stumpfer wurde, habe ich dann beim Schneiden der letzten Teile langsam gemerkt. Musste man an Anfang nur leicht aufdrücken und nur einmal über den Stoff fahren, ging es gegen Ende doch nicht mehr so einfach. Da ich aber so viele Stücke damit zuschneiden musste, denke ich mal, dass die Abstumpfung mit der Zeit normal ist. Der Nachteil des Rollschneiders ist aber leider, dass man immer wieder Ersatzklingen kaufen muss, wenn er gar nicht mehr schneidet. Das kann mit der Zeit natürlich auch ganz schön ins Geld gehen, vor allem, wenn man ihn recht häufig benutzt. Trotzdem, wenn ich mir vorstelle, so viele Teile mit der Schere zuzuschneiden… dann lieber das Geld für die Ersatzklingen investieren.

Als ich mit dem Zuschneiden schließlich endlich fertig war, hab ich gleich mal drei Kreuze gemacht, denn das war in meiner Vorstellung der schlimmste und nervigste Teil des Quilts. Ob das wirklich so ist, wird sich sicher noch zeigen ;-)
02_04_Chevron-Quilt
Als nächstes ging es dann etwas entspannter weiter, nämlich mit dem Festlegen der Reihenfolge der Stoffstücke für das Muster. Anders als in der Anleitung habe ich mich entschieden, einmal einen gemusterten Streifen und danach einen weißen Streifen zu legen. So kommt meiner Meinung nach das Chevron-Muster noch schöner heraus.
02_05_Chevron-Quilt
Die Streifen musste man dann auf insgesamt sechs Bahnen aufteilen und sechs Mal in derselben Reihenfolge aneinander anordnen. An der Längsseite entlang müssen die Teile nun miteinander vernäht werden, so dass man am Ende sechs lange Stoffbahnen hat, aus denen sich letztendlich das Chevron-Muster bildet. Davon erzähle ich dann im nächsten Teil :-)

Zwischenstand

Fortschritt_ Schritt 1/7 erledigt
Zeitlicher Aufwand_ 3 Arbeitsstunden

Sewing 9 Kommentare

Das Quilt Projekt {p.01}

Vor kurzem kam mir spontan die Eingebung, dass ich doch mal mit dem Nähen anfangen könnte. Da meine Mutter gelernte Schneiderin ist, saß ich zufälligerweise auch direkt an der “Quelle” und so durfte ich mir mal ihre Nähemaschine ausleihen und mich an ein paar einfache Sachen wie Kissen nähen machen. Gut, am Anfang hat sie mehr genäht und erklärt, aber irgendwann wurden meine Nähte dann doch auch einigermaßen gerade und so wage ich mich nun an meiner allererstes eigenes Nähprojekt (ok, meine Mutter ist am Anfang natürlich mit ihrem wachsamen Auge noch dabei, soll ja am Ende auch was Ansprechendes dabei herauskommen ;-)). Somit läute ich nun offiziell mein erstes Quilt-Projekt ein.
01_00_Chevron-Quilt
Über Etsy habe ich dann eine Anleitung für das Gestaltungsmuster für die Oberseite der Decke gekauft. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind ja wirklich endlos und man kann sich im Prinzip auch selbst ein Muster ausdenken, aber gerade für den Anfang wollte ich lieber nach einer Anleitung arbeiten. Hängen geblieben bin ich immer wieder an Quilts im Chevron- bzw. Zick-Zack-Muster und nachdem ich danach sowieso eine kleine Besessenheit hege, habe ich mich für den superschönen Summertime Chevron Quilt von MissyMackCreations entschieden.
01_01_Chevron-Quilt
Die Anleitung kann man sich direkt als PDF herunterladen und so habe ich gleich losgelegt, die Zoll-Angaben in cm umzurechnen und eine Liste mit dem benötigten Stoff anzufertigen. Da die Decke eine Tagesdecke für unser Schlafzimmer werden soll, wird es auch gleich das größte Format, das in der Anleitung zu finden ist, nämlich in der passenden Größe für ein Queen-Bett, was ca. 2,5m Breite auf 2,7m Länge entspricht. Die Dame im Stoffladen hat mich dann mehrmals gefragt, ob ich mir auch wirklich sicher bin, eine so große Decke zu machen, was ich in meinem Nähanfängerinnen-Leichtsinn natürlich immer wieder bejahte. Am Ende meinte sie dann nur, dass wenn nichts mehr weitergeht, ich einfach ein paar Tage Pause machen sollte, dann würde es wieder viel besser klappen. In meinem – noch hochmotivierten – Nähanfängerinnen-Leichtsinn glaube ich aber natürlich nicht, dass es zu diesem Zustand überhaupt kommen wird… ;-)
01_04_Chevron-Quilt
Obwohl mir die knallbunten Quilts am besten gefallen, werde ich meinen ersten in ganz nüchternen und neutralen Farben halten, so dass es dann auch zum Schlafzimmer passt. Es ist außerdem gar nicht so einfach, die schön bemusterten Stoffe, die man auf so amerikanischen Quilts sieht, bei uns herzubekommen. Oder zumindest nicht in der Preiskategorie, in der ich sie gerne hätte…
01_03_Chevron-Quilt
Als Zubehör habe ich mir dann noch einen Rollschneider und ein entsprechendes Lineal gekauft. Man kann die Stoffe natürlich auch mit der Schere schneiden, aber da man beim Patchwork doch einiges an Stoffteilen ausschneiden muss, wird man mit so einem Rollschneider wohl eher froh. Eine Schneidematte hatte ich schon daheim, die musste ich mir also nicht mehr besorgen.
01_02_Chevron-Quilt
Das Lineal ist total praktisch, denn es hat die gängigsten Winkel mit verzeichnet und man kann allgemein die Stoffe so sehr schnell und sehr genau in die gewünschten Größen zuschneiden. Es ist auch aus dickem Plastik, so dass man mit dem Rollschneider sehr einfach an der Kante entlang schneiden kann.

Nachdem ich nun ausgerüstet bin, geht es nun erst mal mit dem Zuschneiden der Stoffe los. Für das Chevron-Muster müssen im ersten Schritt 240 Teile zugeschnitten werden, da kann der Rollschneider dann doch gleich mal zeigen, was er so kann ;-)