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Das Quilt Projekt {p.02}

Im ersten Teil dieser Serie habe ich ja von dem Quilt im Chevron-Muster erzählt, an dem ich im Moment arbeite. Zu meinen ausgewählten Stoffen, dem Schnittmuster und meinem Zubehör gibt es im ersten Post alle Infos.
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Als allererstes mussten die Stoffe zu den benötigten Teilen für das Chevron-Muster zugeschnitten werden. Insgesamt benötigt man für den Quilt in Queenbed-Größe 240 zugeschnitte Stücke. Die Zuschnitte sehen so aus, dass die Stoffe zu Streifen geschnitten werden müssen. Am Anfang und Ende dieser Stoffstreifen legt man dann das Lineal entsprechend an und schneidet noch jeweils einen 45 Grad Winkel ein.
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Schon hierfür hat sich die Anschaffung des Rollschneiders und Omnigrid-Lineals gelohnt, hätte ich das mit einer normalen Schere und einer selbstangefertigten Schablone machen müssen, hätte ich bestimmt die doppelte Zeit gebraucht. Zumal man mit einer Schere auch viel schwerer genauso akkurat gerade schneiden kann, da der Stoff leichter verrutscht. Das Zuschneiden war trotzdem einiges an Arbeit, aber nach guten drei Stunden waren alle Teile für das Chevron Muster fertig. Dass ich vor dem Schneiden die Anleitung zur Sicherheit noch 10 Mal studiert habe, damit ich auch ja alles richtig mache und am Ende nicht mit falschen Stoffteilen im Wert von rund 100 Euro dasitze, ist da jetzt nicht mit eingerechnet… ;-)
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Dass die Klinge des Rollschneiders mit der Zeit etwas stumpfer wurde, habe ich dann beim Schneiden der letzten Teile langsam gemerkt. Musste man an Anfang nur leicht aufdrücken und nur einmal über den Stoff fahren, ging es gegen Ende doch nicht mehr so einfach. Da ich aber so viele Stücke damit zuschneiden musste, denke ich mal, dass die Abstumpfung mit der Zeit normal ist. Der Nachteil des Rollschneiders ist aber leider, dass man immer wieder Ersatzklingen kaufen muss, wenn er gar nicht mehr schneidet. Das kann mit der Zeit natürlich auch ganz schön ins Geld gehen, vor allem, wenn man ihn recht häufig benutzt. Trotzdem, wenn ich mir vorstelle, so viele Teile mit der Schere zuzuschneiden… dann lieber das Geld für die Ersatzklingen investieren.

Als ich mit dem Zuschneiden schließlich endlich fertig war, hab ich gleich mal drei Kreuze gemacht, denn das war in meiner Vorstellung der schlimmste und nervigste Teil des Quilts. Ob das wirklich so ist, wird sich sicher noch zeigen ;-)
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Als nächstes ging es dann etwas entspannter weiter, nämlich mit dem Festlegen der Reihenfolge der Stoffstücke für das Muster. Anders als in der Anleitung habe ich mich entschieden, einmal einen gemusterten Streifen und danach einen weißen Streifen zu legen. So kommt meiner Meinung nach das Chevron-Muster noch schöner heraus.
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Die Streifen musste man dann auf insgesamt sechs Bahnen aufteilen und sechs Mal in derselben Reihenfolge aneinander anordnen. An der Längsseite entlang müssen die Teile nun miteinander vernäht werden, so dass man am Ende sechs lange Stoffbahnen hat, aus denen sich letztendlich das Chevron-Muster bildet. Davon erzähle ich dann im nächsten Teil :-)

Zwischenstand

Fortschritt_ Schritt 1/7 erledigt
Zeitlicher Aufwand_ 3 Arbeitsstunden

Sewing 9 Kommentare

Das Quilt Projekt {p.01}

Vor kurzem kam mir spontan die Eingebung, dass ich doch mal mit dem Nähen anfangen könnte. Da meine Mutter gelernte Schneiderin ist, saß ich zufälligerweise auch direkt an der “Quelle” und so durfte ich mir mal ihre Nähemaschine ausleihen und mich an ein paar einfache Sachen wie Kissen nähen machen. Gut, am Anfang hat sie mehr genäht und erklärt, aber irgendwann wurden meine Nähte dann doch auch einigermaßen gerade und so wage ich mich nun an meiner allererstes eigenes Nähprojekt (ok, meine Mutter ist am Anfang natürlich mit ihrem wachsamen Auge noch dabei, soll ja am Ende auch was Ansprechendes dabei herauskommen ;-)). Somit läute ich nun offiziell mein erstes Quilt-Projekt ein.
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Über Etsy habe ich dann eine Anleitung für das Gestaltungsmuster für die Oberseite der Decke gekauft. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind ja wirklich endlos und man kann sich im Prinzip auch selbst ein Muster ausdenken, aber gerade für den Anfang wollte ich lieber nach einer Anleitung arbeiten. Hängen geblieben bin ich immer wieder an Quilts im Chevron- bzw. Zick-Zack-Muster und nachdem ich danach sowieso eine kleine Besessenheit hege, habe ich mich für den superschönen Summertime Chevron Quilt von MissyMackCreations entschieden.
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Die Anleitung kann man sich direkt als PDF herunterladen und so habe ich gleich losgelegt, die Zoll-Angaben in cm umzurechnen und eine Liste mit dem benötigten Stoff anzufertigen. Da die Decke eine Tagesdecke für unser Schlafzimmer werden soll, wird es auch gleich das größte Format, das in der Anleitung zu finden ist, nämlich in der passenden Größe für ein Queen-Bett, was ca. 2,5m Breite auf 2,7m Länge entspricht. Die Dame im Stoffladen hat mich dann mehrmals gefragt, ob ich mir auch wirklich sicher bin, eine so große Decke zu machen, was ich in meinem Nähanfängerinnen-Leichtsinn natürlich immer wieder bejahte. Am Ende meinte sie dann nur, dass wenn nichts mehr weitergeht, ich einfach ein paar Tage Pause machen sollte, dann würde es wieder viel besser klappen. In meinem – noch hochmotivierten – Nähanfängerinnen-Leichtsinn glaube ich aber natürlich nicht, dass es zu diesem Zustand überhaupt kommen wird… ;-)
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Obwohl mir die knallbunten Quilts am besten gefallen, werde ich meinen ersten in ganz nüchternen und neutralen Farben halten, so dass es dann auch zum Schlafzimmer passt. Es ist außerdem gar nicht so einfach, die schön bemusterten Stoffe, die man auf so amerikanischen Quilts sieht, bei uns herzubekommen. Oder zumindest nicht in der Preiskategorie, in der ich sie gerne hätte…
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Als Zubehör habe ich mir dann noch einen Rollschneider und ein entsprechendes Lineal gekauft. Man kann die Stoffe natürlich auch mit der Schere schneiden, aber da man beim Patchwork doch einiges an Stoffteilen ausschneiden muss, wird man mit so einem Rollschneider wohl eher froh. Eine Schneidematte hatte ich schon daheim, die musste ich mir also nicht mehr besorgen.
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Das Lineal ist total praktisch, denn es hat die gängigsten Winkel mit verzeichnet und man kann allgemein die Stoffe so sehr schnell und sehr genau in die gewünschten Größen zuschneiden. Es ist auch aus dickem Plastik, so dass man mit dem Rollschneider sehr einfach an der Kante entlang schneiden kann.

Nachdem ich nun ausgerüstet bin, geht es nun erst mal mit dem Zuschneiden der Stoffe los. Für das Chevron-Muster müssen im ersten Schritt 240 Teile zugeschnitten werden, da kann der Rollschneider dann doch gleich mal zeigen, was er so kann ;-)

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Sommerzeit ist Smoothiezeit

Ein Smoothie geht ja immer aber gerade im Sommer gibt es meiner Meinung nach nichts erfrischenderes, als einen frischen, kalten, selbstgemachten Smoothie, den man in der Sonne liegend genießen kann. Meistens habe ich an warmen Tagen eh nicht so richtig Hunger und so kann ein Smoothe auch eine kleine Zwischenmahlzeit sein, die außerdem noch für die tägliche Vitaminzufuhr sorgt. Und wenn man es sich noch so richtig gut lassen möchte, einfach noch ein oder zwei Kugeln Vanilleeis dazugeben – es gehen natürlich auch drei – und dann… yummy :-)
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Wassermelone-Limette-Smoothie

Dafür einfach 4-5 Stücke Wassermelone mit dem Saft einer ausgepressten Limette im Mixer verblenden, das war’s schon. Ich liebe die Kombination der beiden Früchte, ist natürlich eher bitter, wer es lieber süß mag, gibt noch etwas braunen Zucker oder auch Honig dazu. Gecrushtes Eis macht sich dazu auch super.

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Ananas-Joghurt-Smoothie

Dafür nehme ich ca. ein Viertel einer gestückelten, frischen Ananas und mixe sie mit einem Teil Ananassaft, einem Teil Orangensaft sowie zwei Teilen Naturjoghurt (1,5% Fett). Bei den Säften achte ich immer darauf, 100% Fruchtsaft und nicht die Konzentrate zu kaufen. Bei Ananassaft aber leider eher schwierig.

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Weiße Schokoraspel-Bananen-Buttermilch-Smoothie

Als Letztes noch mein derzeitiger Liebling… wie kann es auch anders sein, ist schließlich Schokolade dabei ;-) Für diesen Smoothie schneide ich eine Banane in Stücke und mixe sie mit einem Esslöffel geraspelter, weißer Schoki und einem Schuss Buttermilch. Von der Buttermilch gebe ich so viel nach, bis der Smoothie nicht mehr zu dickflüssig ist. Dann noch mit ein paar weiteren Schokoraspeln toppen, fertig. Gibt’s was Besseres als weiße Schokolade mit Banane?

Genießt den Sommer!

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Auf Bornholm

Als es im vergangenen Mai zwei Wochen kalt und nass war, haben wir uns für einen Spontantrip auf die Sonneninsel Bornholm in Dänemark verzogen. Wir haben die Zeit in der Hauptstadt Rönne verbracht und im Nachhinein habe ich es doch bereut, dass wir uns vorher nicht genauer informiert haben und ein paar Tage länger auf der Insel geblieben sind. Dann hätten wir auf jeden Fall das Auto und Fahrräder mitgenommen, um die Insel zu erkunden. Wenigstens hatten wir zwei Tage traumhaftes Sonnenwetter, nur am Tag unserer Abfahrt hat es auch dort begonnen, aus Eimern zu schütten.
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Am Tag der Abreise mussten wir viel zu früh aufstehen, denn die Fähre nach Bornholm fuhr gegen 13 Uhr von Sassnitz auf Rügen los. Es war auch das erste Mal, dass ich mit meinem kleinen Clio eine so lange Fahrt angetreten bin, aber wir sind nach gut sechs Stunden Fahrt ohne nennenswerte Zwischenfälle am Fährhafen angekommen. Gut, dass wir den Fährhafen erst nicht gefunden und uns daraufhin erst mal nett verfahren haben, was letztendlich dazu führte, dass wir erst fünf Minuten vor Abfahrt die Fähre betraten, war ja nicht seine Schuld…
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Das Auto haben wir dann am Hafen geparkt und sind knappe vier Stunden mit der Fähre nach Bornholm gefahren. Erst hatte ich ein wenig Bedenken wegen der Überfahrt, denn ich war noch nie so wirklich auf einer Fähre. War aber zum Glück nicht schlimm, keiner von uns wurde seekrank und gegen Abend sind wir dann im Hafen von Rönne eingetrudelt.
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Angekommen haben wir uns dann auf den Weg ins Hotel gemacht, welches gut 20 Minuten Fußweg vom Hafen entfernt war. So konnten wir aber gleich ein wenig von der Stadt und der Umgebung sehen. Was mir sofort auffiel – wie klein doch die dänischen Häuser sind. Und wie viele einen kleinen, liebevoll gepflegten Vorgarten hatten. Und auch wenn man wirklich sagen kann, dass unsere deutschen Städe überwiegend sauber sind, war ich doch fasziniert, wie sauber und gepflegt die Stadt im Allgemeinen war.
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Auch von der Freundlichkeit der Dänen war ich sehr angetan, sie sprachen fließend Englisch und teilweise sogar Deutsch mit uns und waren uns Touristen gegenüber sehr aufgeschlossen. Wir haben uns zumindest richtig wohl gefühlt und es hat Spaß gemacht, mit ein paar Landsleuten zu plaudern.
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Wir waren in ein paar Supermärkten, um uns mit Proviant zu versorgen, die meiner Meinung nach sehr amerikanisiert sind. Für eine Insel war es für mich doch überraschend, wie groß die Supermärkte waren und was für eine Auswahl sie boten. Da könnten sich die deutschen Märkte doch noch einiges abschauen. Anscheinend ist das Zahlen mit Kreditkarte dort außerdem Gang und Gäbe, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich vorher gar kein Geld tauschen müssen und wäre nicht ständig so verwirrt beim Bezahlen gewesen. Vor allem mit den Münzen. Obwohl ich es schon sehr toll fand, dass viele der Münzen kleine Herzchen hatten. Die hab ich mir natürlich aufgehoben ;-)
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Die Aussicht auf das Meer und auch der Strand war superschön, für sowas bin ich ja immer zu haben. Jeden Abend so einen kleinen Strandspaziergang mit dem Hund zu machen, ist sicher toll. Zum Baden war es jedoch trotzdem ein wenig zu frisch, aber wir haben einige Stunden einfach so am Strand gesessen und den vielen Schiffen beim Hin- und Herfahren zugesehen.
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Die oberen Bilder sind bei einem Spaziergang entlang der Küste entstanden. Für den Mann sah da alles so wie daheim in Mexiko aus ;-) Wird langsam wohl doch mal Zeit, dass wir einen Mexiko-Trip unternehmen… In Dänemark waren wir zumindest nicht das letzte Mal, denn das Land hat nun auch seinen festen Platz auf unserer Reise-To-Do-Liste gefunden <3
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