Mein Sparsystem

Die Hälfte des Jahres ist schon wieder vorbei – heute ist der 1. Juli. Der Anfang des Monats bedeutet für die meisten sicherlich auch, dass das Bankkonto sich um einen Geldeingang freuen wird. Daher hielt ich es für sinnvoll, heute mal mein Sparsystem vorzustellen, sprich wie ich mein monatliches Budget einteile, so dass am Ende des Geldes kein Monat mehr übrig bleibt ;-)

Spätestens nachdem man von zu Hause auszieht und seinen eigenen Haushalt führt, muss man sich wohl zum ersten Mal Gedanken um die Einteilung seines Geldes machen. Miete, Versicherungen, Lebensmittel, Telefon, Strom… da summiert sich schon einiges. Und wenn man denkt, man hat jetzt wirklich an alles gedacht, kommen meistens noch überraschend Dinge dazu, an die man natürlich überhaupt nicht gedacht hat…

Im Laufe der Jahre habe ich immer mal wieder etwas neues ausprobiert, um meinen Haushalt so zu organisieren, damit mir natürlich monatlich auch noch etwas für mich und zum Sparen übrig bleibt. Letztendlich funktioniert das einfachste System am besten für mich – das “Geldumschlag”-System. Der Anfang war auch damit etwas aufwändig, denn man muss sich erst mal hinsetzen und genaue Gedanken zu seinen Fixkosten und dem monatlichen Budget machen – man staunt schließlich nicht schlecht, wenn man erst mal schwarz auf weiß sieht, für was man eigentlich alles Geld ausgeben muss ;-)

So funktioniert mein System:
1. Erstelle eine genaue Liste über deine Fixkosten, d.h. alles was monatlich anfällt wie Miete, Strom usw. Erstelle dann eine weitere Liste über alle anderen Kosten wie Versicherungen, Mitgliedsbeiträge usw. Eben alles, was in einem Jahr so anfällt. Sollten diese Dinge nur halbjährlich oder jährlich anstehen, musst du diese Kosten auf den Monat herunterbrechen und zu den monatlichen Fixkosten hinzurechnen. Zu meinen Fixkosten rechne ich außerdem noch alle möglichen Ausgaben für Geburstagsgeschenke, anstehende Hochzeiten und Weihnachtsgeschenke hinzu.
2. Staune wahrscheinlich erst mal nicht schlecht ;-)
3. Erstelle dann eine weitere Liste in der du dir überlegst, wie viel Geld du wöchentlich zum Leben brauchst. Dazu gehört alles wie Lebensmittel, Tanken oder Fahrtickets und was man eben für sich so braucht, z.B. für’s Weggehen oder Shoppen. Da muss man einfach mal ausprobieren, mit was man auskommt. Es hilft auch schon, wenn man mal darauf achtet, für was man überhaupt Geld ausgibt. Meistens sind es die “kleinen” Dinge, wie morgens schnell was vom Bäcker holen, Mittagessen oder sonstiges, die sich letztendlich summieren und einiges ausmachen.
4. Den Betrag von 3. schließlich auf den gesamten Monat verrechnen und zu den Fixkosten dazuzählen.
5. Wenn man alles durchgerechnet hat, einfach die monatlichen Kosten vom monatlichen Einkommen abziehen und du siehst, was du dir jeden Monat zum Sparen auf die Seite legen kannst. Ich mache es so, dass ich diesen Betrag anfangs des Monats auf mein Sparbuch überweise, so komme ich gar nicht erst in die Versuchung, dieses Geld auszugeben. Und ich verwende es wenn dann nur für Ausgaben, die einfach unvorhersehbar sind, wie z.B. wenn das Auto repariert werden muss, etwas größeres in der Wohnung kaputt geht usw.
6. Den Betrag, den ich wöchentlich zum Leben ausgerechnet habe, hebe ich anfangs des Monats komplett vom Konto ab. Diesen Betrag teile ich dann auf meine Umschläge auf, jeder Umschlag steht für eine Woche. Das hat den Vorteil, dass man seine Bankkarten zuhause lassen kann, denn mit der Bankkarte kauft man doch gern mal was, was man mit “echten” Geld eher nicht so schnell kaufen würde.

Für meine Umschläge habe ich mir eine kleine Vorlage gebastelt… kann es ja bekanntlich nicht haben, wenn Dinge nicht schön aussehen ;-) Ich schreibe dann auch immer auf die Umschläge, wie viel Geld noch im Umschlag ist, wenn ich einen Teil für etwas ausgegeben habe. In die Rückseite kann man außerdem die Scheine stecken.

Sollte für eine Woche tatsächlich noch Geld übrigen bleiben, wandert es in meine Spardose (siehe oben). Dort kommt auch Wechselgeld wie kleine Centbeträge rein, die meistens eh nur den Geldbeutel unnötig schwer machen ;-)
Es gibt auch noch die Möglichkeit, die Umschläge etwas genauer einzuteilen, d.h. einen Umschlag für Lebensmittel, einen für’s Tanken usw. Für mich funktioniert das nicht so gut, weil ich eine Woche für eine Sache einfach mal mehr ausgeben muss und dafür für etwas anderes weniger.

Wenn euch meine Umschläge gefallen, könnt ihr euch hier die Vorlage dafür herunterladen. Ich habe auch einen leeren Umschlag hinzugefügt, falls ihr eure anders beschriften möchtet. Die Wochen gehen von 1 bis 5, manchmal sind die Wochen in einem Monat ja mal mehr und mal weniger. Zu den Umschlägen hat mich übrigens Today’s Nest inspiriert.

Was haltet ihr von meinem Sparsystem bzw. was für ein System habt ihr?